Im Werden

Dinge, die im Werden sind

Puhhh, ihr Lieben. Hier entsteht gerade etwas. Ich entwickle etwas. Das wird neu und in dieser Form noch nie dagewesen. In meinen Fingern kribbelt es, in meinem Herz kribbelt es, Aufregung pur!

Uhhhh….!

Ich denke gerade an eine Teilnehmerin aus meiner letzten Schreibwerkstatt, die erzählt hat, dass sie jemand ist, der supergut mit undefinitierten Situationen klar kommt. Wenn etwas am Werden ist, aber noch nicht ganz da ist. Puhhh… ich wünschte, es ginge mir genauso!

Ich finde es manchmal entsetzlich schwer, diesen Zustand auszuhalten. Diesen Zustand in der Schwebe, in der das, was ich in die Welt bringen will, nur in meinem Kopf vorhanden ist. Noch nichts davon ist sichtbar, noch nichts davon ist anfassbar.

In mir drin drängeln sich Ungeduld und Vorfreue, Aufregung und Angst… alles durcheinander und nebeneinander und gleichzeitig. Wäre das Ding nur schon sichtbar! Wäre ich nur schon an dem Tag x angelangt, der bis jetzt nur in meiner Vorstellung exisitert!

Eine Art, mir in diesem Zustand zu helfen, habe ich gefunden: Ich bringe so viel wie möglich zu Papier. Ich behelfe mir mit Zeichnungen und Skizzen, ersten Schlagwörtern, ersten Sätzen. Einfach mal hinschreiben, wie es sein soll. Einfach so tun, als wäre es schon so weit.

Meine Hoffnung ist, dass das, was auf dem Papier steht, und sich quasi schon mal materialisiert hat, dann auch tatsächlich in die Welt kommt. In der Vergangenheit hat das manchmal hervorragend geklappt – manchmal aber eben auch nicht.

Insofern tue ich, was ich kann. Ich unternehme die ersten kleinen Schritte zu Realisierung der Idee. Und lausche. Und warte ab.

Und wisst ihr was, ihr Lieben? Sollte sich bei dieser ganzen Sache zeigen, dass es einfach nicht funktioniert, dass es einfach nicht klappt und dass diese Welt keine Lust hat, in die Welt zu kommen – dann ist es so. Dann greife ich mir einfach die nächste.

Denn an Ideen mangelt es mir:

Nie.

Was tut ihr, wenn ihr in diesem merkwürdigen Zwischenstadium seid und einfach noch nicht wisst, ob etwas klappen wird, was ihr unbedingt wollt? Wie behelft ihr euch? Ich freue mich über eure Kommentare!

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2 Comments

  1. Veröffentlich von Ellen am 22. Februar 2018 um 09:21

    Oh liebe Franziska,
    Ja… ich kenne diese – in meinem Falle „Schein“Schwangerschaften Gefühl all zu sehr. Und das verführt mich, von einer Idee zur nächsten zu hüpfen… Und dieser Gedanke von diesen Zwischenstadien, diesen „undefinierbaren“ Grauphasen, der löst immer wieder diesen ambivalenten Tanz in mir aus:
    Ja – mein Gott – jetzt hab ich´s oder Zerwürfnis pur…

    Doch was (mir) hilft?!
    Und was mir „Airhead“ schon viel geholfen hat sind – Gespräche. Mit meinem Mann, der versteht mich nach 13 Jahren gemeinsamer Zeit. Zuweilen, besser als ich mich Selbst;-)…
    Mit Freundinnen, ganz engen, so die „Dickste“. SchreibGespräche mit mir Selbst – Einfach leerwerden in der Birne… Denn, ja ich erinnere mich dann an DAS, mit welchen „Geschenken“ ich denn so das Licht der Welt entdeckt habe und was ich im Laufe des Lebens so kennen – und lieben gelernt habe… DAS hilft…meistens! 🙂

    Und was ich soo gerne hätte:

    den Austausch mit noch „Gleicher“Gesinnten – weisst Du, so etwas wie es in diesem neudeutschen so „wichtig“ tönt – Mastermind – … Menschen, die ALLE gerne etwas „Schriftliches“ auf den Boden bringen und unter den Leuten verteilen möchten… DAS, ja DAS wünsch ich mir. … Sehr…

    Da freu ich mich auf ein Mee)hr von und mit DIR!
    S E H R,
    von beseelter VorFreude mit ganz vielen „Schwangerschafts“Grüßen

    Ellen

    • Veröffentlich von Franziska Schramm am 22. Februar 2018 um 12:58

      Liebe Ellen,

      danke für deine lieben Zeilen!
      Ja, du hast Recht, dass ich eine sehr gute Erinnerung an mich: Ab und zu muss auch ich über noch unfertige Projekte reden. Anfangs, wenn noch alles so frisch ist, scheue ich mich davor. Aber stimmt, die ganz allerbesten Herzensmenschen haben meistens sehr gute Ideen!
      Hach, es ist einfach nicht leicht mit den vielen Dingen im eigenen Kopf, gell? Dafür freue ich mich jetzt schon sehr auf den Moment, wenn das, was gerade nur in meinem Kopf seine Kreise zieht, endlich raus ans Licht darf und hoffentlich Staunen, Begeisterung und Vorfreude auslöst!

      Ganz liebe Grüße,
      Franziska

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