Es darf leicht gehen

Ich bin gerade zurück von einem Schreib-Seminar, das ich gehalten habe. Diesmal für Studenten der Sozialen Arbeit an der Hochschule Ravensburg-Weingarten. Und wisst ihr, was das Schönste war?

Sie haben gestaunt, wie leicht es ist.

Wie wunderbar leicht Schreiben sein kann, wenn man sich befreit von dem Gedanken, etwas Großes schaffen zu müssen, etwas Wichtiges, etwas Gutes, Sinnvolles oder Korrektes. Wie leicht Schreiben ist, wenn man es tut – einfach weil es nahe liegt, wenn man schon mal einen Stift in der Hand hat und ein weißes Blatt vor sich.

Dann ist Schreiben kein großer Akt mehr, sondern so was wie Pfannkuchen-Hochwerfen. Ein Kinderspiel.

Darf es das sein? So leicht und unkompliziert? Müsste man sich nicht besonders bemühen, damit es einen Wert hat? Müsste man nicht gut darin sein? Talent dafür haben?

Nope.

Denn es ist unser menschliches Vorrecht, uns mit Sprache auszudrücken. Also dürfen wir es. Immer. Jederzeit. Wie wir wollen.

Und das ist leicht. Es darf leicht sein.

foto: cc flickr.com (Brian Uhreen)

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