Es gibt Menschen, die Klavier spielen. Und dann gibt es Nils Frahm. Der mit zwei Klobürsten auf den Saiten eines offenen Flügels trommelt und dabei ganz erstaunliche Klänge hervorbringt. Der sein Instrument nach allen Regeln der Kunst bearbeitet, 15 Minunten lang, unter größtem Technik- und Körpereinsatz, bis ihm der Schweiß von der Stirn auf die Tasten tropft.

Ich könnte ihm stundenlang zusehen!

Was macht der da? Wie macht er das? Keine Ahnung, so weit reichen meine musikalischen Kenntnisse nicht. Aber das, was er da zu Gehör bringt, ist auf jeden Fall ziemlich einzigartig. Eine geballte Ladung aus Klang, Energie, Präzision, Demut, Können und Jenseits.

Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber immer, wenn ich so etwas sehe, beginnt es in mir drin wild zu flimmern: Ich will das auch. Ich will auch so etwas kreieren, schaffen, in die Welt bringen. Und ich will dabei auch so verdammt einzigartig sein in meinem Tun wie die Menschen, die ich richtig richtig gut finde.

Ist das größenwahnsinnig? Vielleicht. Aber ich will auch mein Instrument beackern, so wie Nils Frahm es tut – nur dass mein Instrument eben die Sprache ist. Ich will auch Klobürsten zum Klingen bringen… oder was auch immer mir zufällt. Ich will dabei auch so verdammt eigenwillig sein und mein Ding in die Welt bringen. Meinen Klang. Meine Energie. Meine Präzision. Meine Demut. Mein Können. Und ja, das Jenseits gerne auch.

Wisst ihr was, liebe Leute? Ich mach das jetzt.

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