Über mich

Franziska Schramm

Warum ich schreibe

Schreiben ist der Moment in meinem Leben, in dem ich mich am kraftvollsten fühle. Nah bei mir und dem, was ich bin. Natürlich will ich für meine Texte berühmt und berüchtigt sein (klar! - was sonst?), aber in erster Linie schreibe ich, weil ich mich dabei selbst besser hören kann. Und darum geht es. Immer. Egal, ob ich literarisch schreibe, blogge, Buchprojekte konzeptioniere... oder einfach nur vor mich hinkritzel.

Als Autorin und Bühnenpoetin trete ich mit meinen Gedichten und Kurzgeschichten bei Lesebühnen und Poetry Slams auf; außerdem organisiere ich immer wieder eigene Lesungen. Ich liebe die konzentrierte Stille eines Auftritts, in die hinein ich meinen Text spreche... und den Resonanzkörper des Publikums, in dem mein Text weiterschwingt. Im Dezember 2016 war ich zum ersten Mal auch im Radio zu hören: Für meine Kurzgeschichte "Was anderes machen" habe ich den Walter-Serner-Preis bekommen, verliehen vom rbb Kulturradio und vom Literaturhaus Berlin.

Mein Werdegang

Dass ich so fest an die Kraft des Schreibens glaube, liegt daran, dass das Schreiben mein Leben mehrmals unverhofft gecrasht hat. Vieles von dem, was ich heute in meinem Leben habe, habe ich mir "herbeigeschrieben", wenn man so will.

Schon gegen Ende meines Studiums hatte ich die Idee, freiberuflich zu arbeiten, traute mich aber nicht, das ernsthaft anzugehen. Also stürzte mich in den 9-to-5-Büroalltag der Literaturbranche, vollgestopft mit Terminen und Aufgaben. Ausgerechnet der Chef einer Literaturagentur forderte mich auf, einen Text über meinen Herzenswunsch zu schreiben. Ich schrieb mir eine eigene Einladung in den "Garten des Schreibens", eine Einladung an jenen Ort, an dem alles erlaubt und alles möglich ist. Wenige Tage später hielt ich die Kündigung in der Hand, hatte ein blutendes Herz und wusste: Ich mache etwas aus dieser Einladung.

Ich erlaubte mir Teilzeit zu arbeiten und erst mal anzukommen, in meiner neuen Heimat am Bodensee und bei meinen vielen kreativen Ideen, die brachlagen. Ich erlaubte mir, Schreibwerkstätten ins Leben zu rufen und freiberuflich als Schreibcoach zu arbeiten, zu bloggen, zu singen, zu tanzen. Ich erlaubte mir, mein eigenes kreatives Schaffen als Autorin ernst zu nehmen, auf die Bühne zu gehen und zu performen - etwas, wofür der Startschuss schon längst gefallen war.

Mittlerweile arbeite ich seit drei Jahren als Autorin, Redakteurin und Schreibcoach. Angst habe ich - aber ja! - immernoch. Aber ich weiß: Jenseits der Angst wartet schon die Kreativität, streckt ihre Hand nach mir aus und sagt: "Komm, lass machen!"

Meine Ausbildung

Studiert habe ich Kommunikations- und Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt, wo ich den Bachelor of Arts erworben habe. Im Masterstudium der Angewandten Literaturwissenschaft an der FU Berlin habe ich mich auf die Praxis des Büchermachens spezialisiert und gelernt, wie man Bücher konzipiert, lektoriert und vermarktet. Es folgten ein Volontariat im Belletristik-Lektorat eines großen Publikumsverlags, sowie Anstellungen als Textcoach und Redakteurin in einer Literaturagentur und einem Reiseverlag.

Meine erste Ausbildung als Autorin erhielt ich bei Larissa Böhning in Berlin.  Seitdem bilde ich mich regelmäßig weiter in den Bereichen Kreatives Schreiben, Autobiographisches Schreiben, Improvisationstheater, Tanz und Bühnenarbeit. Außerdem beschäftige ich mich intensiv mit den Themen Hochsensibilität, Achtsamkeit und Selbstmitgefühl. Zuletzt habe ich die Fortbildung Gesundheitsförderndes Kreatives Schreiben bei den Berliner Schreibtherapeutinnen Susanne Diehm und Jutta Michaud absolviert - denn Schreiben hilft!

Meine Wahlheimat Bodensee

Durch Zufall bin ich nach Studium und Volontariat am Bodensee gelandet, in Konstanz, der "kleinen Stadt am Meer", wie ich sie nenne. Ich liebe das Wasser, das Schilf, das üppige Grün im Sommer... und jeder Spaziergang bringt mich klar und gestärkt an den Schreibtisch zurück. Außerdem birgt Konstanz eine ganz erstaunliche und wunderbare Kreativszene, mit der ich mittlerweile gut vernetzt bin. Wenn mich doch das Großstadtheimweh packt, fahre ich nach Berlin oder München, streife durch Cafés und Lädchen und füllte meine Taschen mit guten Gesprächen und neuen Notizbüchern. An dieser Stelle ein DANKE an euch alle da draußen, die ihr mir Heimat gebt!