Dinge, die im Werden sind

Im Werden

Puhhh, ihr Lieben. Hier entsteht gerade etwas. Ich entwickle etwas. Das wird neu und in dieser Form noch nie dagewesen. In meinen Fingern kribbelt es, in meinem Herz kribbelt es, Aufregung pur!

Uhhhh….!

Ich denke gerade an eine Teilnehmerin aus meiner letzten Schreibwerkstatt, die erzählt hat, dass sie jemand ist, der supergut mit undefinitierten Situationen klar kommt. Wenn etwas am Werden ist, aber noch nicht ganz da ist. Puhhh… ich wünschte, es ginge mir genauso! (mehr …)

Vom kreativen Nichtstun

Schreibwerkstatt Konstanz

Ich bin immer wieder erstaunt, was passiert, wenn ich in meinen Workshops der Stille Raum gebe. Dem kreativen Nichtstun. Plötzlich öffnet sich ein großer weiter Raum… so wie bei der heutigen Schreibwerkstatt zum Thema „Mein kreatives Ich“.

Eine Dreiviertelstunde Zeit. Ein paar Materialien, Stifte, Kleber, Papier in allen Farben und Größen. Sonst nichts. Das war die Aufgabenstellung, mit der ich die wunderbaren Menschen im Raum sich selbst überlassen habe. Also eben gar keine Aufgabenstellung.

Alle beugten sich über die Materialien, und jeder fing mit irgendetwas an. Mit einer ersten Idee, einem ersten Experiment. Wir waren verbunden im gemeinsamen Tun, jeder für sich, ganz still nebeneinander her. Was entstand wurde nicht kommentiert, nicht bewertet, nicht hergezeigt – es gab nur den Raum, sich in sich selbst zu versenken und den eigenen Ideen nachzuhängen.

Was für ein herrliches Gefühl! Was für ein süßer Moment vollkommender Versenkung!

Die Bilder geben einen kleinen Eindruck…

 Schreibwerkstatt Konstanz  Schreibwerkstatt Konstanz  Schreibwerkstatt Konstanz

Die nächste Schreibwerkstatt im Hofhaus zum Thema „Mein kreatives Ich“ findet am Samstag, den 28. April, von 10 bis 16 Uhr statt. Fühl dich herzlich willkommen!

Lass dich gehen beim Schreiben!

Ich lese gerade den Klassiker „Writing Down the Bones“, in dem Autorin Natalie Goldberg aus ihrem Schreiballtag erzählt und auf unbekümmerte und unverschnörkelte Weise anstiftet, es ihr gleich zu tun.

Worüber ich dabei mehrfach gestolpert bin, ist ihre Aufforderung: „Lass dich beim Schreiben gehen!“

Hmm? Ernsthaft? Ist das korrekt aus dem Englischen übersetzt? Was soll das heißen, sich gehen lassen beim Schreiben?

Je mehr ich aber darüber nachdenke, desto mehr gefällt mir die Formulierung. Vor allem, weil ich sie tatsächlich auf zweifache Weise lesen kann.

Erstmal bedeutet „Lass dich gehen“ ja so viel wie: Sei hemmungslos! Lass dich ins Schreiben reinfallen, als würdest du betrunken auf der Tanzfläche stehen und hemmungslos abspacken, völlig egal, was die Leute um dich herum denken. Gib die Kontrolle auf und überlass dich all deinen Impulsen!

Ehrlich gesagt: Das gefällt mir. Das gefällt mir sehr. (mehr …)

Vom Privileg, schreiben zu dürfen

Vom Privileg schreiben zu dürfen

Gestern überkam mich dieses Gefühl ungeheurer Dankbarkeit. Dafür, dass ich das darf. Dass ich schreiben und Geschichten erzählen darf.

Eigentlich hatte ich ja ganz andere Pläne für das Wochenende, eigentlich wollte ich wegfahren und eine Freundin wiedertreffen, die ich lange nicht gesehen habe. Doch dann kam der Orkan, der Zugverkehr wurde eingestellt und ich saß auf halbgepacktem Koffer und hatte plötzlich und unerwartet – Zeit.

Und wie ich so in dieser Leere am Schreibtisch saß, erinnerte ich mich daran, dass ich diese eine Kurzgeschichte fertig schreiben wollte. Ich öffnete das Dokument, ließ mich ergreifen von der unerwarteten Heftigkeit des Gefühls, das mir da auf dem Laptop-Bildschirm entgegensprang, und versank zwei Tage lang in der Welt meiner Figuren.

Was für ein Privileg, ihr Lieben. Was für ein Privileg in Frieden am Schreibtisch zu sitzen und all das durch sich hindurchlaufen zu lassen. Zeit, Erfahrung, Erinnerung, Phantasie. (mehr …)

Finde deine Gefährten!

Finde deine Gefährten

Gefährten, das sind die, die uns auf unserem Weg begleiten.

Das sind die, die mit uns gehen – für begrenzte Zeit, ein einziges Projekt, oder aber für länger.

Gefährten, das sind die, die uns den nötigen Rückenwind geben.

Und, hell yeah, wie nötig wir alle diesen Rückenwind haben!

Ich erzähle davon deshalb mit Nachdruck, weil gerade unter Schreibenden gerne mal die Idee vorherrscht, man säße als Autorin und Autor ausschließlich alleine am Schreibtisch. Natürlich stimmt das, für kreative Arbeit braucht es oft den Rückzug, stille Stunden in einer geschützten Umgebung.

Aber spätestens dann, wenn es ums Thema Veröffentlichen geht, ist man mit seiner Arbeit nicht mehr alleine. Und dann geht es los. Dann braucht man Unterstützer und Begleiter. (mehr …)