Schreiben und Sterben

In den letzten Wochen war ich gebannt von einem Buch: Arbeit und Struktur von Wolfgang Herrndorf.

Das Buch ist eigentlich ein Blog (hier zu finden). Entstanden ist es unter denkwürdigen Umständen: Herrndorf ist 45, als bei ihm ein Glioblastom, ein bösartiger Gehirntumor entdeckt wird. Seine Ärzte machen ihm nicht viel Hoffnung, sechs Monate noch, vielleicht zwölf, mit sehr viel Glück vielleicht sogar mehr. Dann: Ende Gelände.

Herrndorf muss gar nicht lang überlegen, er weiß, was er auf den letzten Metern tun will. Er setzt sich an seinen Schreibtisch und schreibt. (mehr …)

Habe ich Talent zum Schreiben?

Irgendwann kommt sie immer, die Gretchenfrage: Kann ich schreiben? Eine schwierige Frage. Bis dato hatte ich sie mir immer selbst gestellt, vor drei Jahren stellte sie mir zum ersten Mal ein Teilnehmer einer Schreibwerkstatt.

Tja, was sagt man da? Da steht so ein Neunzehnjähriger vor dir, gerade das Abi in der Tasche, Pläne fürs Studium, und erzählt dir, dass er eigentlich gerne Autor werden möchte. Und fragt dich, ob du glaubst, dass er das Talent dazu hat.

Ich gebe zu, ich habe ein wenig rumgeeiert. Meine Antwort: Naja, das Autorendasein ist hart, kaum jemand in Deutschland kann tatsächlich von seinen Büchern leben, und naja, Talent alleine genügt nicht, du brauchst auch Disziplin und Ausdauer…

Was für ein Bullshit! (mehr …)

Und plötzlich ist da ein „Ich weiß wieder, was ich will“ – Interview mit Sabrina Gundert

Sabrina Gundert begleitet Frauen, die auf der Suche nach ihrem „Herzensweg“ sind. Das Schreiben ist dabei mit die wichtigste Methode in Sabrinas buntem Coaching-Koffer – eine Art Türöffner zu den ureigenen Wünschen, Ideen und Visionen. Ich habe sie kennenlernen und interviewen dürfen… über ihre Arbeit und das Schreiben.

 

­­­­Sabrina, was für Frauen kommen zu dir und wie sieht das aus, wenn du dich mit ihnen auf die Suche nach dem Herzensweg begibst?

Zu mir kommen Frauen, die für sich gemerkt haben, dass etwas nicht mehr rundläuft in ihrem Leben. Dass etwas fehlt, sie sich vielleicht sogar ein Stück weit verloren haben. Die Frage ist oft: Was macht mich eigentlich aus, was sind meine Träume? Oder auch: Wie finde ich den roten Faden in den vielen Dingen, die mich interessieren? Das Spannende ist: Eigentlich ist alles schon da. In uns. In unserem Alltag nehmen wir uns nur oft zu wenig Zeit, uns selbst zuzuhören. (mehr …)