Folge der Freude!

Folge der Freude

Gerade plane ich etwas ganz Phantastisches: Ich versammle meine besten Geschichten und Gedichte zu einem abendfüllenden Programm, das ich gemeinsam mit einem Musiker, dem Schweizer Kontrabassisten Marc Jenny, auf die Bühne bringe.

Am Donnerstag, den 31. Januar 2019 ist es so weit… und die Vorbereitungen laufen. Meine Lieblingsgraphikerin hat ein Plakat gezaubert, dass sich sehen lassen kann, die erste Probe mit Marc war aufregend und schön… und so wie es aussieht, wird das tatsächlich eine ganz besondere Veranstaltung werden (hier gibt’s mehr Infos).

Vielleicht kannst du ermessen, wie aufgeregt ich bin, wenn du schon mal etwas ähnliches gewagt hast… wenn du auch schon mal ein Projekt größeren Ausmaßes ins Leben gerufen hast.

Eines daran fasziniert mich jedesmal: Was für ein genialer Wegweiser meine Freude ist. (mehr …)

Vom Aufgeben

Vom Aufgeben

Ich muss sagen, ihr Lieben, ich finde es schwierig zu entscheiden: Wann man aufgeben soll. Wann man einsehen soll, dass man auf dem Holzweg ist. Wann man besser sagt: Okay, so funktioniert es nicht, dann lass ich es eben.

Das kann zum Beispiel ein Text sein, der einfach nicht gelingen will. Das Material ist gut, die Ursprungsidee auch… aber dann geht es einfach nicht weiter. Nada. Niente. Über den ersten Anfang komme ich einfach nicht hinaus. Und alle Bemühungen scheinen den Text eher zu verbessern als zu verschlechtern.

Herjeh, wieviele dieser Skelette ich auf meiner Festplatte liegen habe! Wieviele halbgare Anfänge, wieviele vage Versuche, wieviele unausgebrütete Ideen, die nie ganz ans Licht kommen wollten.

Wann gibt man auf? (mehr …)

Tu’s! Mach’s! Zeig dich!

Tu's! Mach's! Zeig dich!

Eines der lustigsten Wunder, mit denen mich das Leben beschenkt, ist das Seminar „Kreatives Schreiben“, das ich jeweils zu Semesterbeginn im Rahmen der Kreativwoche für Studenten der Sozialen Arbeit in Weingarten halte. Und das wahrscheinlich allerlustigste Wunder ist jener Student, der dieses Seminar nun schon zum dritten Mal besucht hat – nicht, weil er die Punkte bräuchte, sondern weil er dieses Seminar einfach gut findet (was ihm erst mal große Blicke seiner Kommilitonen beschert hat).

Jener Student hat ein großes Herz für Musik, liebt Reim und Rhythmus, und schüttelt mit Leichtigkeit Verse und Textzeilen aus seinem Handgelenk. Gleichzeitig hält er das, was er da an Schätzen in sich trägt, unter Verschluss. Er hasst es vor großer Runde vorzulesen und bleibt am liebsten still im Hintergrund – während ich ihm immer zurufen möchte: „Mann!!! Zeig mal, was du da hast! Zeig das her!!!“

Ich glaube, dieser Student erinnert mich an mich. (mehr …)

Etwas in mir hat keine Angst

etwas in mir hat keine angst

Wenn ich neue Projekte angehe, dann kann ich damit rechnen, dass früher oder später meine Angst auf dem Plan steht. Die Angst, die in mir randaliert und ruft: „Bist du bekloppt?!? Mach das auf GAR KEINEN FALL! Das wird schief gehen. Du wirst dich blamieren. Lass das!“

Das ist der Grund, weshalb ich mich in meinem Leben schon sehr viel mit meinen Ängsten beschäftigt habe. Meinen Ängsten rund ums Schreiben. Meinen Ängsten rund ums Sichtbarwerden mit meiner Kunst. Und ich kenne sie alle. (mehr …)

Wie das Schreiben mich rettet

Wie das Schreiben mich rettet

Ich habe einen kleinen, aber feinen Literaturpreis gewonnen, den Förderpreis des Signaturen Wettbewerbs, der hier am Bodensee beheimatet ist. Am Dienstag, den 16. Oktober ist die Preisverleihung in Tettnang, und ich freue mich schon dabei zu sein, denn ja, ich nehme diesen Preis sehr gerne entgegeben!

Meine Freude geht aber noch viel tiefer. Denn abgesehen davon, dass ich Sekt schlürfend und Häppchen essend auf einer Preisverleihung rumstehe und Hände schüttle, abgesehen davon bedeutet der Preis noch etwas anderes für mich. Denn die Kurzgeschichte, die ich eingereicht habe, ist an einem der Tiefpunkte meines Lebens entstanden.

Der Text trägt den Titel „A wie Arbeitslosigkeit“ und ist vor einigen Jahren entstanden, als ich (wie der Titel es schon so schön ankündigt) arbeits- und perspektivlos dasaß, mir Sorgen um meine Zukunft machte und nicht wusste, wie es weitergehen soll. Ich fragte mich, warum die Erfahrung, die ich da machte, mich so sehr schmerzte und rang mit all dem, was sich in mir drin abspielte. (mehr …)